11 Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten. Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Wahrheit verkündigen mit meinem Munde für und für
12 und sage also: Daß eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel.
13 “Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwählten; ich habe David, meinem Knechte, geschworen:
14 Ich will deinen Samen bestätigen ewiglich und deinen Stuhl bauen für und für.” (Sela.)
15 Und die Himmel werden, HERR, deine Wunder preisen und deine Wahrheit in der Gemeinde der Heiligen.
16 Denn wer mag in den Wolken dem HERRN gleich gelten, und gleich sein unter den Kindern Gottes dem HERRN?
17 Gott ist sehr mächtig in der Versammlung der Heiligen und wunderbar über alle, die um ihn sind.
18 HERR, Gott Zebaoth, wer ist wie du ein mächtiger Gott? Und deine Wahrheit ist um dich her.
19 Du herrschest über das ungestüme Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben.
110 Du schlägst Rahab zu Tod; du zerstreust deine Feinde mit deinem starken Arm.
111 Himmel und Erde ist dein; du hast gegründet den Erdboden und was darinnen ist.
112 Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen in deinem Namen.
113 Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand, und hoch ist deine Rechte.
114 Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhles Festung; Gnade und Wahrheit sind vor deinem Angesicht.
115 Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln;
116 sie werden über deinen Namen täglich fröhlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein.
117 Denn du bist der Ruhm ihrer Stärke, und durch dein Gnade wirst du unser Horn erhöhen.
118 Denn des HERRN ist unser Schild, und des Heiligen in Israel ist unser König.
119 Dazumal redetest du im Gesicht zu deinem Heiligen und sprachst: “Ich habe einen Helden erweckt, der helfen soll; ich habe erhöht einen Auserwählten aus dem Volk.
120 Ich habe gefunden meinen Knecht David; ich habe ihn gesalbt mit meinem heiligen Öl.
121 Meine Hand soll ihn erhalten und mein Arm soll ihn stärken.
122 Die Feinde sollen ihn nicht überwältigen, und die Ungerechten sollen ihn nicht dämpfen;
123 sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen;
124 aber meine Wahrheit und Gnade soll bei ihm sein, und sein Horn soll in meinem Namen erhoben werden.
125 Ich will seine Hand über das Meer stellen und seine Rechte über die Wasser.
126 Er wird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft.
127 Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhöchst unter den Königen auf Erden.
128 Ich will ihm ewiglich bewahren meine Gnade, und mein Bund soll ihm fest bleiben.
129 Ich will ihm ewiglich Samen geben und seinen Stuhl, solange der Himmel währt, erhalten.
130 Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln,
131 so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten,
132 so will ich ihre Sünde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen;
133 aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen trügen.
134 Ich will meinen Bund nicht entheiligen, und nicht ändern, was aus meinem Munde gegangen ist.
135 Ich habe einmal geschworen bei meiner Heiligkeit, ich will David nicht lügen:
136 Sein Same soll ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne;
137 wie der Mond soll er ewiglich erhalten sein, und gleich wie der Zeuge in den Wolken gewiß sein.” (Sela.)
138 Aber nun verstößest du und verwirfst und zürnest mit deinem Gesalbten.
139 Du zerstörst den Bund deines Knechtes und trittst sein Krone zu Boden.
140 Du zerreißest alle seine Mauern und lässest seine Festen zerbrechen.
141 Es berauben ihn alle, die vorübergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott geworden.
142 Du erhöhest die Rechte seiner Widersacher und erfreuest alle seine Feinde.
143 Auch hast du die Kraft seines Schwertes weggenommen und lässest ihn nicht siegen im Streit.
144 Du zerstörst seine Reinigkeit und wirfst seinen Stuhl zu Boden.
145 Du verkürzest die Zeit seiner Jugend und bedeckest ihn mit Hohn. (Sela.)
146 HERR, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen?
147 Gedenke, wie kurz mein Leben ist. Warum willst du alle Menschen umsonst geschaffen haben?
148 Wo ist jemand, der da lebt und den Tod nicht sähe? der seine Seele errette aus des Todes Hand? (Sela.)
149 Herr, wo ist deine vorige Gnade, die du David geschworen hast in deiner Wahrheit?
150 Gedenke, Herr, an die Schmach deiner Knechte, die ich trage in meinem Schoß von so vielen Völkern allen,
151 mit der, HERR, deine Feinde schmähen, mit der sie schmähen die Fußtapfen deines Gesalbten.
152 Gelobt sei der HERR ewiglich! Amen, amen.