11 Ein Psalm und Zeugnis Asaphs, von den Rosen, vorzusingen. Du Hirte Israels, höre, der du Joseph hütest wie Schafe; erscheine, der du sitzest über dem Cherubim!
12 Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, und komm uns zu Hilfe!
13 Gott, tröste uns und laß leuchten dein Antlitz; so genesen wir.
14 HERR, Gott Zebaoth, wie lange willst du zürnen bei dem Gebet deines Volkes?
15 Du speisest sie mit Tränenbrot und tränkest sie mit großem Maß voll Tränen.
16 Du setzest uns unsre Nachbarn zum Zank, und unsre Feinde spotten unser.
17 Gott Zebaoth, tröste uns, laß leuchten dein Antlitz; so genesen wir.
18 Du hast einen Weinstock aus Ägypten geholt und hast vertrieben die Heiden und denselben gepflanzt.
19 Du hast vor ihm die Bahn gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, daß er das Land erfüllt hat.
110 Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes.
111 Du hast sein Gewächs ausgebreitet bis an das Meer und seine Zweige bis an den Strom.
112 Warum hast du denn seinen Zaun zerbrochen, daß ihn zerreißt, alles, was vorübergeht?
113 Es haben ihn zerwühlt die wilden Säue, und die wilden Tiere haben ihn verderbt.
114 Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel und sieh an und suche heim diesen Weinstock
115 und halt ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzt hat und den du dir fest erwählt hast.
116 Siehe drein und schilt, daß des Brennens und Reißens ein Ende werde.
117 Deine Hand schütze das Volk deiner Rechten und die Leute, die du dir fest erwählt hast;
118 so wollen wir nicht von dir weichen. Laß uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.
119 HERR, Gott Zebaoth, tröste uns, laß dein Antlitz leuchten; so genesen wir.