11 Ein Psalm, vorzusingen, Davids, des Knechtes des HERRN, welcher hat dem Herrn die Worte dieses Liedes geredet zur Zeit, da ihn der HERR errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls, und sprach: Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke!
12 HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz!
13 Ich rufe an den HERRN, den Hochgelobten, so werde ich von meinen Feinden erlöst.
14 Es umfingen mich des Todes Bande, und die Bäche des Verderbens erschreckten mich.
15 Der Hölle Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich.
16 Da mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott; da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.
17 Die Erde bebte und ward bewegt, und die Grundfesten der Berge regten sich und bebten, da er zornig war.
18 Dampf ging von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzte.
19 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen.
110 Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebte auf den Fittichen des Windes.
111 Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze, dicke Wolken, darin er verborgen war.
112 Vom Glanz vor ihm trennten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen.
113 Und der HERR donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus mit Hagel und Blitzen.
114 Er schoß seine Strahlen und zerstreute sie; er ließ sehr blitzen und schreckte sie.
115 Da sah man das Bett der Wasser, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, HERR, von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase.
116 Er streckte seine Hand aus von der Höhe und holte mich und zog mich aus großen Wassern.
117 Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren,
118 die mich überwältigten zur Zeit meines Unglücks; und der HERR ward meine Zuversicht.
119 Und er führte mich aus ins Weite. Er riß mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.
120 Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hände.
121 Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott.
122 Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich nicht von mir;
123 sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hüte mich vor Sünden.
124 Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner Hände vor seinen Augen.
125 Bei den Heiligen bist du heilig, und bei den Frommen bist du fromm,
126 und bei den Reinen bist du rein, und bei den Verkehrten bist du verkehrt.
127 Denn du hilfst dem elenden Volk, und die hohen Augen erniedrigst du.
128 Denn du erleuchtest meine Leuchte; der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.
129 Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über die Mauer springen.
130 Gottes Wege sind vollkommen; die Reden des HERRN sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
131 Denn wo ist ein Gott außer dem HERRN, oder ein Hort außer unserm Gott?
132 Gott rüstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Tadel.
133 Er macht meine Füße gleich den Hirschen und stellt mich auf meine Höhen.
134 Er lehrt meine Hand streiten und lehrt meinen Arm einen ehernen Bogen spannen.
135 Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärkt mich; und wenn du mich demütigst, machst du mich groß.
136 Du machst unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht wanken.
137 Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen, und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.
138 Ich will sie zerschmettern; sie sollen mir nicht widerstehen und müssen unter meine Füße fallen.
139 Du kannst mich rüsten mit Stärke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen.
140 Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich meine Hasser verstöre.
141 Sie rufen-aber da ist kein Helfer-zum HERRN; aber er antwortet ihnen nicht.
142 Ich will sie zerstoßen wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegräumen wie den Kot auf der Gasse.
143 Du hilfst mir von dem zänkischen Volk und machst mich zum Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir;
144 es gehorcht mir mit gehorsamen Ohren. Ja, den Kindern der Fremde hat's wider mich gefehlt;
145 die Kinder der Fremde verschmachten und kommen mit Zittern aus ihren Burgen.
146 Der HERR lebt, und gelobt sei mein Hort; und erhoben werde der Gott meines Heils,
147 der Gott, der mir Rache gibt und zwingt die Völker unter mich;
148 der mich errettet von meinen Feinden und erhöht mich aus denen, die sich wider mich setzen; du hilfst mir von den Frevlern.
149 Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen,
150 der seinem König großes Heil beweist und wohltut seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich.