11 Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt.
12 Licht ist dein Kleid, das du anhast; du breitest aus den Himmel wie einen Teppich;
13 Du wölbest es oben mit Wasser; du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehst auf den Fittichen des Windes;
14 der du machst Winde zu deinen Engeln und zu deinen Dienern Feuerflammen;
15 der du das Erdreich gegründet hast auf seinem Boden, daß es bleibt immer und ewiglich.
16 Mit der Tiefe deckst du es wie mit einem Kleide, und Wasser standen über den Bergen.
17 Aber von deinem Schelten flohen sie, von deinem Donner fuhren sie dahin.
18 Die Berge gingen hoch hervor, und die Täler setzten sich herunter zum Ort, den du ihnen gegründet hast.
19 Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht und dürfen nicht wiederum das Erdreich bedecken.
110 Du läßt Brunnen quellen in den Gründen, daß die Wasser zwischen den Bergen hinfließen,
111 daß alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst lösche.
112 An denselben sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen.
113 Du feuchtest die Berge von obenher; du machst das Land voll Früchte, die du schaffest;
114 du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, daß du Brot aus der Erde bringest,
115 und daß der Wein erfreue des Menschen Herz, daß seine Gestalt schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke;
116 daß die Bäume des HERRN voll Saft stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzt hat.
117 Daselbst nisten die Vögel, und die Reiher wohnen auf den Tannen.
118 Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht, und die Steinklüfte der Kaninchen.
119 Du hast den Mond gemacht, das Jahr darnach zu teilen; die Sonne weiß ihren Niedergang.
120 Du machst Finsternis, daß es Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere,
121 die jungen Löwen, die da brüllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von Gott.
122 Wenn aber die Sonne aufgeht, heben sie sich davon und legen sich in ihre Höhlen.
123 So geht dann der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend.
124 HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.
125 Das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, große und kleine Tiere.
126 Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, daß sie darin spielen.
127 Es wartet alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.
128 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut gesättigt.
129 Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.
130 Du lässest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du erneuest die Gestalt der Erde.
131 Die Ehre des HERRN ist ewig; der HERR hat Wohlgefallen an seinen Werken.
132 Er schaut die Erde an, so bebt sie; er rührt die Berge an, so rauchen sie.
133 Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.
134 Meine Rede müsse ihm wohl gefallen. Ich freue mich des HERRN.
135 Der Sünder müsse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein. Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!